Zu allererst, auch wenn etwas spät, Euch allen ein "Frohes Neues"!
Nun denn - seit meiner letzten Wortmeldung sind nun schon einige Wochen vergangen. Nach meiner Rückkehr aus den USA hat sich leider die überlastete Muskulatur wieder zu Wort gemeldet und ich konnte leider nicht wie geplant trainieren. So hab ich mich dann erstmal auf die Suche nach einem Therapeuten gemacht, der sich nochmal auf die Suche nach der Ursache meines Problems macht. Mit Rene Linden vom Soma Institut Europa wurde ich dann schließlich fündig und so sind wir immer noch dabei meine extrem verspannte und verklebte Muskulatur (insbesondere die hinteren Oberschenkel) zu lockern und die Verspannungen zu lösen. Auf jeden Fall kann ich seit zwei Wochen wieder normal trainieren. Meine Achillessehnenbeschwerden bin ich komplett los und hoffe jetzt, dass auch die noch leichten Schmerzen in der Kniekehle bald weg sind. Denn es ist an der Zeit Fahrt auf zu nehmen für die Saison 2012. Mehr dazu - demnächst hier!
Euch allen viel Spass beim Training und lasst es Euch gut gehen.
Diese Woche bin ich mit der ganzen Familie in den Urlaub gestartet. So einen richtigen Erholungsurlaub habe ich schon lange nicht mehr gehabt und ich freue mich auf die Wochen des Ausspannens und der Erholung, bevor es dann Oktober/November wieder mit dem gezielten Training losgeht.
Nachdem hier im Blog doch etwas länger Ruhe eingekehrt war, möchte ich Euch gerne Aktuelles berichten.
Die Entäuschung über mein Ergebnis beim Ironman Frankfurt saß doch ganz schön tief. Seit Dezember hatte ich mich auf dieses erste Saisonhighlight von mir vorbereitet. Im Frühjahrstraining lief es "wie geschnitten Brot" und auch meine Wettkampfergebnisse im April, Mai und Juni waren sehr vielverprechend im Hinblick auf mein Highlight im Juli. Allerdings hatte ich dann in der unmittelbaren Vorbereitung, ab Mitte Juni, immer wieder Schmerzen in der Kniekehle und am Knie.
Wie habe ich mich in der Woche vor dem Wettkampf gefreut. Die Wettervorhersage für den Rennsonntag prophezeite knapp 20° C, bedeckten Himmel und den ein oder anderen Regenschauer. Mein Wetter sollte es werden! Doch manchmal kommt es anders und meistens als man denkt.
Im Moment wird in der Presse immer wieder darüber geschrieben - das Sommerloch. Auch bei mir ist dieses aktuell ein Thema, denn irgendwie scheine ich in genau dasselbige hineingefallen zu sein. Nach sehr guten Leistungen bei den ersten Wettkämpfen der Saison, deren Trainingsstart ja immerhin schon im November war und die wettkampfmäßig schon mit dem Dirty Race im Januar begonnen hat, haben sich nach der Challenge Kraichgau und einer nochmals sehr umfangsbetonten Trainingswoche in der Mitte des Monats Körper und Geist zu Wort gemeldet und nach Erholung verlangt. Obwohl ich eigentlich noch eine weitere harte Trainingswoche vor der Taperphase für den Ironman Frankfurt geplant hatte, habe ich jetzt die letzten zehn Tage nur wenig gesportelt und auch mal den ein oder anderen Tag Pause gemacht. In den Körper hineinhören und meinem Gefühl zu vertrauen ist eines der Rezepte mit dem ich in den letzten Jahren immer gut gefahren bin und das großen Anteil an meinen konstant guten Leistungen hat. So werde ich die nächsten drei Wochen mit Fingerspitzengefühl weiter trainieren, am 10. Juli als Staffelschwimmer in Roth am Start sein und das dortige Rennen verfolgen, um dann am 24. Juli wieder zur Attacke zu blasen!
Gestern konnte ich bei der Challenge Kraichgau mit Platz sechs ein erneutes Topresultat in der Saison 2011 erzielen. Bereits beim Schwimmen war ich mit der Spitzengruppe aus dem Wasser und machte mich gemeinsam mit Simon Jung und Horst Reichel auf zur 90 km Radrunde durch das Kraichgauer Hügelland. Zwar konnte ich hier das Tempo von Kienle, Chabaud, Raelert und Hellriegel nicht mitgehen, aber gemeinsam mit Felix Schumann wechselte ich nach guten 2:19 h auf die Laufstrecke. Bei knapp 30° C und hoher Luftfeuchte fand ich schnell in meinen Rhythmus. Zunächst lief ich immer in Sichtweite zu Platz fünf. Jedoch zollte ich auf der zweiten Schlaufe des dreimal zu durchlaufenden Rundkurses der Hitze Tribut und verlor so den Kontakt zu Felix Schumann. In der Hoffnung vielleicht noch Thomas Hellriegel einzuholen, auf den ich Zeit gutmachen konnte, kämpfte ich bis zum Schluß, kam jedoch am Ende mit etwa 50 Sekunden Rückstand auf Platz sechs ins Ziel. Insgesamt bin ich mit meiner Leistung zufrieden und starte nun in die letzte Phase der Vorbereitung für die Ironman Europameisterschaft in Frankfurt.
Die Ergebnisliste findet sich hier: http://kraichgau.r.mikatiming.de/2011/index.php?pid=list
Seit gestern Abend bin ich wieder aus St. Pölten zurück. Im Gepäck ein siebter Platz aus einem stark besetzten Rennen. Mit der gezeigten Leistung bin ich sehr zufrieden, konnte ich doch in allen drei Disziplinen hervorragende Splits erzielen. Nach dem Schwimmen verließ ich das Wasser an vierter Position und fuhr in einer etwa zehnköpfigen Verfolgergruppe bis zum zweiten Wechsel. Einzig der ehemalige MTB Profi Michael Weiss konnte auf der Radstrecke den Führenden Tschechen Filip Ospaly an der Spitze ablösen und mit einer Fabelzeit von 2:05 h für die 90 km einen Vorsprung von etwa drei Minuten auf die Laufstrecke mitnehmen. Ich wechselte in etwa an Position fünf zum abschließenden Halbmarathon. Zwar mußte ich den ehemaligen Duathlonweltmeister Paul Amey und den italienischen 70.3 Spezialisten Alessandro Degasperi ziehen lassen, doch konnte ich mit einer sehr soliden Laufleistung alle weiteren Verfolger auf Distanz halten und dem vor mir liegenden Michael Göhner nochmal ordentlich Druck machen.
Die Ergebnisliste findet sich hier: http://www.ironmanaustria.com/event/content.asp?pageid=266&MicroSiteID=6
Beim ENCW Triathlon in Calw konnte ich am Samstag den ersten Sieg der Saison 2011 erzielen. Über die Sprintdistanz von 500 m Schwimmen, 19 km Radfahren und 5 km Laufen setzte ich mich mit gut einer Minute Vorsprung gegen Stefan Schmid und Florian Dunst durch. Mit der besten Schwimm- und Radzeit konnte ich zudem zwei der drei Teildisziplinen für mich entscheiden.
Die Ergebnisse gibt es hier: http://www.maxx-timing.de/siegerlisten/TriCalw2011/Sprint_split.pdf
Mit dem siebten Platz und ein Endzeit von 8:33:39 h habe ich wieder ein solides Rennen absolviert. Da ich hier in Südafrika eine erste Standortbestimmung für die beginnende Saison durchführen wollte bin ich mit dem Ergebnis zufrieden.
Inzwischen sind fast drei Wochen wie im Fluge vergangen. Nachdem ich in den ersten beiden Wochen im Training richtig rangeklotzt habe (33 km Schwimmen, 1200 km Radeln und 225 km Laufen) hat Anfang dieser Woche die Taperphase begonnen. Jetzt geht es darum, die Trainingsreize umzusetzen, sich zu erholen und den Körper ab und zu daran zu erinnern, dass ihm in Bälde Höchstleistung abverlangt wird.
Wieder geht eine Trainingswoche zu Ende und allem Anschein nach kehrt auch der Winter zurück. Was hat das Training Spass gemacht als die Temperaturen die 10° C angekratzt haben und die Sonne die schwarz "getighteten" Beine gewärmt hat... . Nun ist es erstmal wieder vorbei mit dem Hauch von Vorfrühling. Mir geht es da also genauso wie allen Anderen daheim gebliebenen die das Wort Wintertraining noch wörtlich nehmen, Ihre nackten Waden allenfalls mal auf der Rolle oder unter der Dusche zu Gesicht bekommen und nicht schon im Februar an einem der unter Triathleten so beliebten Trainingslagerorte wie Lanzarote oder Fuerteventura weilen.
So habe ich dann am Samstag knapp fünf Stunden bei 5° C im Nebel auf dem Rad verbracht und bin ob der dicken Klamotten und hohen Feuchtigkeitsgehalts der Luft auch noch kaum vorwärts gekommen... .
Aber ehrlich gesagt fühle ich mich auch so ganz wohl. Ich mag es nämlich ganz gerne in meiner gewohnten Umgebung zu sporteln und nach Ende des Trainings auf meine Familie zu treffen. Im Übrigen hab ich zu Beginn meiner Triathlonlaufbahn auch immer zu Hause im Nordschwarzwald trainiert und mir des öfteren einen Kampf mit Wind und Schneeflocken geliefert. Also immer daran denken: "Es gibt kein schlechtes Wetter nur schlechte Klamotten" - viel Spass beim Training!
Am vergangenen Samstag bin ich mit dem Dirty Race Crossduathlon in Murr so früh wie nie in eine Triathlonsaison gestartet. Nach gut drei Monaten Grundlagentraining im deutschen Winter, war es an der Zeit, die Beine mal ordentlich durchzuspülen. Die Bedingungen waren spitze. Zwar war es morgens recht frisch, aber strahlender Sonnenschein und die entsprechende körperliche Aktivität heizten ordentlich ein.
Es war klar, dass nach dem sehr umfangsorientierten und ruhigen Training der letzten Wochen noch keine hohe Endgeschwindigkeit möglich sein würde, aber insgesamt bin ich mit meiner Leistung sehr zufrieden. Zumal ich mir mein MTB erst am Tag vor dem Rennen geliehen habe und mangels Fahrtechnik auch zweimal den Schlamm der Murrer Obstwiesen aufgesucht habe.
Jetzt steht erstmal eine Regenerationswoche auf dem Plan, bevor es dann in den zweiten Teil der Vorbereitungsphase geht.
Am Montagabend war ich Gast beim Neujahrsempfang der Stuttgarter Kickers. In 144 Metern Höhe auf dem Stuttgarter Fernsehturm trafen sich Sponsoren, Spieler und weitere Gäste zur "EVITA-Sport-Nacht".
Seit 10 Jahren konstant an der Weltspitze.
"Seit über 10 Jahren betreibe ich meine Sportart Triathlon professionell und mit vorzeigbarer Konstanz.
Kraft und Ausdauer sind die wichtigsten Pfeiler meiner sportlichen Karriere, daneben profitiere ich von meiner mentalen Stärke und Disziplin."
Uwe Widmann