Mit dem siebten Platz und ein Endzeit von 8:33:39 h habe ich wieder ein solides Rennen absolviert. Da ich hier in Südafrika eine erste Standortbestimmung für die beginnende Saison durchführen wollte bin ich mit dem Ergebnis zufrieden.
Nachdem wir die Tage vor dem Rennen recht viel Wind hatten und der Indische Ozean etwas aufgewühlt war, hatten sicher einige Athleten ein mulmiges Gefühl im Magen. Am Wettkampfmorgen präsentierte er sich allerdings glatt und ruhig, so dass 1700 Triathleten pünktlich auf den Weg in einen langen Tag geschickt wurden.
Beim Schwimmen kam ich gut weg und konnte mich gleich in einer etwa zehnköpfigen Spitzengruppe festsetzen, aus der sich nur Andreas Böcherer absetzen konnte. Nach 3,8 km und zwei Runden im Meer kam ich dann gemeinsam mit allen Favoriten aus dem Wasser und wir machten uns auf die 180 km der dreimal zu durchfahrenden Radrunde. Zu Beginn konnten sich mit Marino van Hoenacker, Raynard Tissink und Luke Bell gleich drei Athleten absetzen, deren Tempo mir einfach zu hoch war. Gemeinsam mit Andreas Böcherer bestimmten sie fortan das Rennen an der Spitze. Ich hielt mich die ganze Zeit in der Verfolgergruppe auf, wobei ich hier mit Abstand am meisten Führungsarbeit leistete. Obwohl am Renntag nur eine leichte Brise wehte, war der Radpart ob des rauhen Straßenbelags und der im Tagesverlauf, beim Marathon wurde es noch wärmer, zunehmenden Hitze ganz schön hart.
Nach dem zweiten Wechsel lief ich gemeinsam mit dem Italiener Fontana, Luke Bell und dem Ungarn Csoke hinaus auf die Marathonstrecke. Hier versuchte ich schön an meinem Ziel,einem Marathon in drei Stunden festzuhalten und ließ meine Begleiter ziehen. So lief ich eine zeitlang an Position acht, um schon bald Luke Bell, der sich wohl übernommen hatte wieder zu passieren. Kurz danach wurde ich vom Franzosen Cyril Vienot überholt und rutschte alsbald durch das Ausscheiden von van Hoenacker und das Passieren des Ungarn wieder auf den sechsten Platz nach vorne. Anmerken möchte ich noch, dass zwar überall in den Medien von optimalen Bedingungen gesprochen wurde, es aber beim Laufen brütend heiß war und ich keineswegs von optimalen bzw. leichten Bedingungen sprechen würde. Bei Kilometer 29 sah ich, dass auch der Franzose Vienot Schwierigkeiten hatte und beschloss alles zu versuchen um noch auf Platz fünf nach vorne zu kommen. Irgendwie hab ich mich dann wohl auf den nächsten sechs Kilometern selber etwas übernommen und bei Kilometer 35 war dann Schicht im Schacht. Es ging nicht mehr wirklich voran und so mußte ich am Ende noch den von hinten heranstürmenden Argentinier Eduardo Sturla passieren lassen.
Als Fazit steht also ein erneutes Top Ten Ergebnis in meiner Ironmankarriere und auch die Zufriedenheit einen schweren Tag erfolgreich ins Ziel gebracht zu haben. Die Organisation und die Lokation hier in Südafrika sind spitze und auch die Zuschauer und die vielen vielen freiwilligen Helfer sind sensationell.
Ironman Südafrika
3,8 km Schwimmen, 180 km Rad, 42,195 km Laufen
10. April 2011, Port Elizabeth (Südafrika)
Frauen
1. Chrissie Wellington (GBR) 8:33:56 (51:40-4:45:23-2:52:54)
2. Rachel Joyce (GBR) 9:08:23 (51:06-5:02:29-3:10:30)
3. Diana Riesler (GER) 9:20:37 (1:02:21-4:55:16-3:18:45)
4. Sylvia Felt (GER) 9:24:31 (1:03:50-5:01:08-3:15:31)
5. Amanda Stevens (USA) 9:25:50 (48:55-5:07:45-3:24:23)
6. Belinda Granger (AUS) 9:28:59 (54:45-4:58:25-3:30:30)
7. Simone Benz (SUI) 9:31:21 (52:56-5:05:39-3:28:20)
8. Dianne Emery (RSA) 9:44:47 (57:45-5:18:19-3:23:05)
9. Martina Dogana (ITA) 9:47:47 (57:43-5:24:14-3:20:34)
10. Yvette Grice (GBR) 9:59:28 (57:24-5:19:50-3:37:39)
11. Eva Dollinger (AUT) 10:00:24 (53:02-5:06:53-3:55:52)
Männer
1. Raynard Tissink (RSA) 8:05:36 (48:53-4:19:41-2:53:21)
2. Andreas Böcherer (GER) 8:08:36 (47:42-4:21:19-2:55:57)
3. James Cunnama (RSA) 8:13:18 (51:10-4:25:39-2:53:16)
4. Daniel Fontana (ITA) 8:18:51 (48:53-4:30:35-2:56:00)
5. Cyril Viennot (FRA) 8:30:42 (51:05-4:30:15-3:05:20)
6. Eduardo Sturla (ARG) 8:32:52 (51:23-4:36:20-3:01:13)
7. Uwe Widmann (GER) 8:33:39 (49:01-4:30:09-3:10:09)
8. Petr Vabrousek (CZE) 8:40:36 (54:58-4:42:23-2:58:58)
9. Trevor Delsaut (FRA) 8:41:57 (54:46-4:43:02-3:00:04)
10. Balasz Csoke (HUN) 8:43:06 (48:55-4:30:30-3:19:53)