Was gibt's Neues!?

Nachdem hier im Blog doch etwas länger Ruhe eingekehrt war, möchte ich Euch gerne Aktuelles berichten.

Die Entäuschung über mein Ergebnis beim Ironman Frankfurt saß doch ganz schön tief. Seit Dezember hatte ich mich auf dieses erste Saisonhighlight von mir vorbereitet. Im Frühjahrstraining lief es "wie geschnitten Brot" und auch meine Wettkampfergebnisse im April, Mai und Juni waren sehr vielverprechend im Hinblick auf mein Highlight im Juli. Allerdings hatte ich dann in der unmittelbaren Vorbereitung, ab Mitte Juni, immer wieder Schmerzen in der Kniekehle und am Knie.

Anfangs war es nicht wirklich dramatisch, später lief ich dann zwar meist mit leichten Schmerzen los, es wurde aber während des Laufens besser. Irgendwann wurde dieser latente unterschwellige Schmerz zum Dauerzustand. Ein Besuch bei meinem Freund und Orthopäden Alexander Mayer in der Aukammklinik ergab eine Überlastung der Muskulatur im rechten Bein. So versuchten wir mit verstärkten physiotherapeutischen Maßnahmen die Sache in den Griff zu kriegen. Leider blieb der Erfolg aus und so war ich, vorallem im Lauftraining, doch etwas eingeschränkt. Meine Schlüsseleinheiten konnte ich dennoch alle durchziehen und so war ich trotzdem zuversichtlich in Frankfurt ein gutes Rennen zu machen. Im Wettkampf selbst habe ich auch absolut nichts von diesem Problem bemerkt und kam vollkommen schmerzfrei durch. Die intensive Nachbetrachtung des Wettkampfs ergab, dass mein Einbrechen doch eher mit den extremen Witterungsbedingungen und einer energetischen Unterversorgung zu tun hatte. Am Tag nach dem Rennen war mein Knie geschwollen und, zu den üblichen Muskelschmerzen nach einem IM Wettkampf, kam dann der Schmerz im Knie noch dazu. Um eine Verletzung am Knie bzw. einen Meniskusschaden auszuschließen, wurde zwei Tage nach dem Rennen ein MRT gemacht, welches glücklicherweise negativ ausfiel. Also gab ich, da ich zu desem Zeitpunkt immer noch gut im Kona Pro Ranking platziert war, meine Meldung für die Ironman 70.3 EM in Wiesbaden ab. Die nächsten sieben Tage verzichtete ich komplett aufs Laufen und machte nur ein paar lockere Regenerationseinheiten im Schwimmen und auf dem Rad. Die Schwellung im Knie ging zurück, aber der Schmerz in der Kniekehle trat auf, sobald ich auch nur locker joggen ging. So etschloss ich mich, drei Tage vor dem Wiesbadener Wettkampf, nicht zu starten und der Muskulatur weiter Ruhe zu gönnen. Nach einer MFT Spezialbehandlung bei Dirk Lederer von TriaMedica geht es inzwischen schon deutlich besser und ich war auch schon ein paarmal schmerzfrei Laufen.

Ausblick: leider habe ich die Qualifikation zur Ironman Weltmeisterschaft für 2011 ganz knapp verpasst. Inzwischen ist aber die Motivation wieder zurückgekehrt und ich freue mich schon auf die Vorbereitung der nächsten Wettkämpfe.

 

Seit 10 Jahren konstant an der Weltspitze.

"Seit über 10 Jahren betreibe ich meine Sportart Triathlon professionell und mit vorzeigbarer Konstanz.

Kraft und Ausdauer sind die wichtigsten Pfeiler meiner sportlichen Karriere, daneben profitiere ich von meiner mentalen Stärke und Disziplin."

Uwe Widmann